Naturnähe

Erlebnispädagogik, Wildnistraining, Projektbegleitung

Prüfungsordnung für die Beurkundung und Zertifizierung

Strukturen und Rahmenbedingungen der Wildnispädagogik- Ausbildung

 Die Wildnisschule Naturnähe und Kooperationspartner haben es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu vermitteln, die zum einen ermöglichen, selbst in Einklang mit (innerer und äußerer) Natur zu leben und zum anderen befähigen sollen, eben jene Harmonisierung Dritten erlebbar zu machen sowie wildnispädagogische Elemente für personenspezifische Zielsetzungen nutzbar zu machen.

Da diese Ausbildung sowohl Naturinteressierten und jenen zugänglich ist, die ihre Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung befördern wollen wie auch Fachkräften im pädagogischen Bereich und jenen die es werden wollen, kann der Kurs in unterschiedlichem Nachweis zum Abschluss gebracht werden.

 

Unzertifizierter Abschluss/ Teilnahmebestätigung

Die Teilnehmerin/ der Teilnehmer erhält eine Teilnahmebestätigung über die gebuchten und besuchten Inhalte der Fortbildung. Diese bescheinigt die Teilnahme, zertifiziert aber nicht zur „Wildnispädagogin Naturnähe“/ zum „Wildnispädagogen Naturnähe“.

 

Beurkundung, Zertifizierter Abschluss

Die Erfolge der Teilnahme werden anhand der zum Ausbildungsmodul gehörigen Prüfungsordnung überprüft. Die einzelnen Module werden gesondert mit Prüfungsergebnis beurkundet. Werden alle drei Module besucht und beurkundet, erhält die Teilnehmerin/ die Teilnehmer das Zertifikat „WildnispädagogIn Naturnähe“

Die Beurkundung oder Zertifizierung kann auch bei einem späteren Durchgang nachgeholt werden.

 

Mindestteilnahme

Für den unzertifizierten Abschluss gibt es keine Mindestteilnahme, in der Teilnahmebestätigung werden die absolvierten Inhalte vermerkt. Die Beurkundung und Zertifizierung erfolgt in der Regel nur ab einer Mindestteilnahme an 75% der Veranstaltungen.

 

Prüfungen, Abschlussarbeiten

Das Zertifikat als Wildnispädagogin oder Wildnispädagoge soll seinen Wert haben. Insofern ist die Vorgabe von Prüfungen ein qualitätssicherndes Merkmal. Sie haben den Sinn, sicher zu stellen, dass „nicht jeder“ den Titel WildnispädagogIn trägt. Dies bedeutet nicht stures Auswendiglernen und Wiedergeben der Inhalte. Vielmehr sollen sich Wildnispädagoginnen und WIldnispädagogen „ihre“ Nische suchen. Egal mit welcher Vorerfahrung man beginnt, die Ausbildung verhilft zu weiteren Schritten in DEINE Richtung. Schriftliche Prüfungen stellen sicher, dass ein kleiner gemeinsamer Nenner da ist. Abschlussarbeiten bieten den Raum, den eigenen Ansatz oder persönlich wichtige Themen reflektiert darzustellen und ggf. Interessenten gegenüber darstellen zu können . Mündliche Prüfungen geben die Möglichkeit zum Austausch. Jedes Modul ist mit eigenen Prüfungsmodi versehen.

Das Zertifikat gibt Inhalte, Umfang und Prüfungsleistungen wieder und wird in den Abstufungen mit Erfolg, mit gutem Erfolg und mit sehr gutem Erfolg verliehen. Reichen die Ergebnisse der Prüfungen nicht zur Zertifizierung aus, können diese nach Absprache im folgenden Durchlauf nachgearbeitet werden. Bis zur Nachprüfung erhält die Teilnehmerin/ der Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung.

Eingang in die Entscheidungsfindung zur Zertifikatsvergabe finden neben den Prüfungsergebnissen ggf. auch die Gestaltung von Seminareinheiten, Praktika, Eindrücke während des Kursbetriebs oder praktische Übungen. 


Modul I - Wildniswissen für Wildnispädagogen

Schriftliche Prüfung

Für die schriftliche Prüfung stehen 4 Zeitstunden zur Verfügung, in denen die Teilnehmer Fragen zu den Themen Wildtierkunde, Pflanzenkunde, Bushcraftskills beantworten. Teile der Prüfung können multiple-Choice Einheiten enthalten.

 

Praktische Prüfung

Im Rahmen der praktischen Prüfung werden behandele Wildnisfertigkeiten abgeprüft. Eingang in die Bewertung können auch Eindrücke während des Kursalltags, wie auch die Gestaltung der Seminareinheit finden.

 


Modul II - Softskills und theoretische Grundlagen

Schriftliche Abschlussarbeit

Inhalt und Aufbau

Sofern möglich baut die Abschlussarbeit auf die Durchführung einer praktischen Seminareinheit (siehe Prüfungsmodus Modul I – Wildniswissen) oder eines anderen Projektes auf.

1/3 theoretischer Teil (Hintergrundliteratur, Verknüpfung mit tangierende Bereichen)

2/3 Seminareinheit bzw. eigene Ausführungen, Hypothesenbehandlung

 

Der Aufbau ist gegliedert in

Deckblatt

  • Wildnisschule Naturnähe, Wildnispädagogikausbildung – Modul II: Softskills und theoretische Grundlagen
  • Titel der Arbeit
  • Name, Adresse und eMailadresse des Autors

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Textteil der Arbeit

  • Einleitung, ca. 1 Seite
  • Theoretischer Teil, im Seitenverhältnis 1:2 im Vergleich zum Folgepunkt
  • Umsetzung bzw. Zusammenführung mit eigenen Ausführungen und Hypothesen, im Seitenverhältnis 2:1 im Vergleich zum vorhergegangenen Textteil
  • Auswertung, Reflexion bzw. Evaluation, 2-4 Seiten

Literaturverzeichnis

Anhang

 

Umfang

Die schriftliche Abschlussarbeit umfasst mindestens 15 Seiten, maximal 20 Seiten zuzüglich Literatur und ggf. Anhang.

Die zulässige Formatierung ist Calibri 11pt oder Times New Roman 12pt, Zeilenabstand 1,5, Blocksatz, linker, rechter und oberer Rand 3 cm, unterer Rand 2,5 cm, Seitenzahlen, Fußnoten in Calibri 9 pt oder Times New Roman 10pt

 

Gestaltung einer Seminareinheit

Die Gestaltung einer Seminareinheit beinhaltet die Planung, Strukturierung Durchführung einer Seminareinheit. Dies kann sowohl in einer der kooperierenden Wildnisschule wie auch für Anbieter der offenen Jugendarbeit oder der Jugendhilfe geleistet werden. Der Umfang der Seminareinheit wird mit den Teilnehmenden individuell abgesprochen und orientiert sich unter anderem an Anspruch und Vorbereitungsaufwand und liegt in der Regel in einem zeitlichen Umfang von 3 Stunden bis 3 Tage. Die Gestaltung der Seminareinheit kann als Teamprojekt von bis zu drei Teilnehmenden gestaltet werden. Nach der Durchführung erfolgt eine Reflexion.


Modul III - rituelle Pädagogik, Achtsamkeit und Spiritualität

Schriftliche Abschlussarbeit

Inhalt und Aufbau

Sofern möglich baut die Abschlussarbeit auf die Durchführung einer praktischen Seminareinheit (siehe Prüfungsmodus Modul II – Softskills) oder eines anderen Projektes auf.

1/3 theoretischer Teil (Hintergrundliteratur, Verknüpfung mit tangierende Bereichen, Hypothesenbildung)

2/3 eigene Ausführungen, Hypothesenbehandlung

 

Der Aufbau ist gegliedert in

Deckblatt

  • Wildnisschule Naturnähe, Wildnispädagogikausbildung – Modul III: rituelle Pädagogik, Achtsamkeit und Spiritualität
  • Titel der Arbeit
  • Name, Adresse und eMailadresse des Autors

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Textteil der Arbeit

  • Einleitung, ca. 1 Seite
  • Theoretischer Teil, im Seitenverhältnis 1:2 im Vergleich zum Folgepunkt
  • Zusammenführung mit eigenen Ausführungen und Hypothesen, im Seitenverhältnis 2:1 im Vergleich zum vorhergegangenen Textteil
  • Auswertung, Reflexion bzw. Evaluation, 2-4 Seiten

Literaturverzeichnis

Anhang

 

Umfang

Die schriftliche Abschlussarbeit umfasst mindestens 12 Seiten, maximal 18 Seiten zuzüglich Literatur und ggf. Anhang.

Die zulässige Formatierung ist Calibri 11pt oder Times New Roman 12pt, Zeilenabstand 1,5, Blocksatz, linker, rechter und oberer Rand 3 cm, unterer Rand 2,5 cm, Seitenzahlen, Fußnoten in Calibri 9 pt oder Times New Roman 10pt

 

 

Kolloquium

In Folge auf die Abschlussarbeit erfolgt ein einstündiges Kolloquium zwecks Vertiefung der Thematik oder des Austauschs über die Gesamtausbildung.